Remspark

Was gezielte Städtebauförderung leisten kann, zeigt der westliche Stadteingang von Schwäbisch Gmünd. Das Gebiet zwischen Bahnhof, Con-gress Centrum, Stadtgarten und dem Mündungsbereich Josefsbach /Rems war durch den mehrspurigen Ausbau der Lorcher- / Remsstraße (B 29) in den 1970er-Jahren zerschnitten, stark belastet und ohne Verbindung zur historischen Altstadt. Der städtebauliche Funktionsverlust zog fehlende Investitionsbereitschaft, erhebliche Gebäudemängel und Leerstände nach sich.  

Neue Freiräume für Mensch und Natur

Der in Verbindung mit der Landesgartenschau 2014 realisierte Stadtumbau eröffnete einmalige Chancen. Dank der Verlegung der B 29 (Gmünder Einhorn-Tunnel) konnte der komplette westliche Stadteingang grundlegend neu gestaltet und aufgewertet werden. Der bisher stark vernachlässigte Bahnhofsbereich und der Stadtgarten wurden dauerhaft an die Altstadt angebunden. Der Stadtgarten konnte nördlich der Rems (Remspark) erweitert werden.  

Wo früher Verkehrs- und Brückenbauten dominierten, prägt heute der nicht nur städtebaulich, sondern auch stadtgeschichtlich bedeutende Mündungsbereich des Josefsbachs in die Rems das Bild. Durch seine Freilegung und attraktive Inszenierung hat Schwäbisch Gmünd ein wichtiges Identifikationsmerkmal zurückgewonnen: Aus der Mündung „Gamundia“ leitet die Stadt ihren Namen ab. Heute laden der um den Remspark erweiterte Stadtgarten, die Grabenallee und der Josefsbach zum naturnahen Entspannen und Genießen ein.