Marktplatz

Der Marktplatz von Schwäbisch Gmünd zählt zu den schönsten und größten in Süddeutschland. Bedeutende Bauwerke von Romanik über Barock bis zur Neuzeit bilden eine einzigartige Kulisse. In den 1980er- Jahren wurde der Platz zur Fußgängerzone umgestaltet. Heute bildet er das Zentrum eines großflächigen Netzes von Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Bereichen mit ineinandergreifenden Straßen- und Platzräumen. 

Die Gebäude am Marktplatz stehen im Spannungsfeld zwischen Denkmalpflege und aktuellen Erfordernissen hinsichtlich Nutzung und wirtschaftlicher Erhaltungsfähigkeit. Rathaus, Grät, Spital und Amtshaus sind Beispiele für denkmalgerechte Sanierungen im öffentlichen Bereich. Ein herausragendes Beispiel für ein privates Sanierungsprojekt ist das Gebäude Marktplatz 11. Der bedeutende Profanbau aus dem Spätbarock /Rokoko konnte nur dank Mitteln der Städtebauförderung und Denkmalpflege saniert werden. 

Wertschätzung für alten Baubestand

Die erhaltende Erneuerung ist das vorrangige Ziel. Eine Neubebauung kommt nur aus zwingenden Gründen in Betracht, etwa wenn Erhaltung und Nutzung bautechnisch nicht oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand möglich sind. Beispiele für Neubauten sind die Gebäude Marktplatz 15 (Haus „Josefle“) und der Neubau Marktplatz 11 zur Bocksgasse, der eine Baulücke schloss. 

Beim Sanierungsprojekt Marktplatz 27, 29, 31 ließ der bautechnische Zustand eine Erneuerung im Bestand nur bei den Gebäuden 27 und 29 zu, bei 31 nur im rückwärtigen Teil. Der vordere Teil musste durch einen am Bestand orientierten Neubau ersetzt werden. Die Fassade zum Marktplatz und damit das Erscheinungsbild blieben erhalten. 

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