Haus Hirzel

Das heute Villa Hirzel genannte Gebäude liegt exponiert im neu gestalteten Remspark. Mit der in die „Gamundia“-Bebauung integrierten Hauptpost und dem Bahnhofsgebäude ist es historisches Zeugnis der nordwestlichen Stadterweiterung. Exemplarisch zeigt das direkt an der Rems gelegene Gebäude, wie eine gelungene Sanierung mit einer sinnvollen Nachnutzung verbunden werden kann.

Das ortshistorisch wie städtebaulich bedeutsame Gebäude entstand vor 1875 als kleineres Wohnhaus. 1906 wurde es vom Architekten Carl Baas für den Fabrikanten Theodor Hirzel umgebaut und durch einen Fabrikanbau ergänzt. Nach der vorübergehenden Vermietung an das Zollamt logierte hier nach dem Zweiten Weltkrieg die Silberwarenfabrik Forster & Graf. 1972 wurde das Anwesen an die Stadt verkauft. 

Dank Städtebauförderung zu neuem Leben erweckt

Das Schicksal des Haus Hirzel ist eng verknüpft mit der verkehrlichen Entwicklung am westlichen Stadteingang. Durch den vierspurigen Ausbau der B 29 in den 1970er-Jahren ins Abseits geraten, rückte das ehemalige Wohn- und Fabrikgebäude nach zeitweiligem Leerstand im Vorfeld der Landesgartenschau 2014 wieder in den Fokus. Nach einem Investorenauswahlverfahren wurde das Gebäude mit Unterstützung der Städtebauförderung saniert und durch einen ovalen Anbau ergänzt. Heute ist die Villa Hirzel ein multifunktionales Haus mit Veranstaltungspavillon, Hotelbetrieb und Gastronomie in attraktiver Lage. 

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