Johannisplatz / Prediger

Der Johannisplatz ist einer der geschichtsträchtigsten Plätze in Schwäbisch Gmünd und beherbergte einst den Johannisfriedhof. Eingefasst wird er von der Westfassade der Johanniskirche und der Ostfassade des Prediger, die mit ihm ein städtebaulich einmaliges Ensemble im Spannungsfeld zwischen Romanik und Barock bilden.

Die wechselvolle Geschichte des Prediger als ehemaligem Dominikanerkloster reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Nach der Auflösung 1802 wurden die Gebäude als Kaserne genutzt, exerziert wurde damals auf dem Johannisplatz. Später wurden Notwohnungen eingebaut. 1973 wurde der Prediger nach Diskussionen über einen Abbruch wegen des baufälligen Zustands zum Kulturzentrum umgebaut. 

Das bis dahin umfangreichste Sanierungsprojekt der Stadt fand als gelungenes Beispiel für eine Nachnutzung im historischen Bestand viel Beachtung. Hauptnutzer waren das städtische Museum, die Stadtbücherei und die Volkshochschule. Neue Säle und Ausstellungsräume im ehemaligen Kirchenschiff und die Überdachung des Innenhofs schufen repräsentative Räume für die bürgerschaftliche und kulturelle Nutzung. Auf dem Johannisplatz entstand die erste größere Fußgängerzone der Stadt. 

Umbau zum überregional bedeutenden Museum

Mit Unterstützung der Städtebauförderung wurde der Prediger 2010 – 13 durchgreifend saniert. Gebäudetechnik, Brandschutz und Sicherheitstechnik wurden modernisiert, eine energetische Sanierung erfolgte und der Saalbereich im ehemaligen Kirchenschiff wurde umgestaltet. Die Sicherung, Außensanierung und Aufwertung des Prediger als Museum und Ort der Begegnung belebt die Altstadt und stärkt ihre Funktion als kultureller und bürgerschaftlicher Mittelpunkt.