Ledergasse / Remsgalerie

Der Name Ledergasse geht auf die Gerber zurück, die Anfang des 15. Jahrhunderts die nordwestliche Stadterweiterung besiedelten: die Georgs- oder Josenvorstadt. Ihre Hauptachse bildet die Ledergasse. Ursprünglich war nur die Südhälfte Verkehrsraum, in der Nordhälfte lagen der offene Mühlkanal und Gärten. Nach dem Niedergang des Gerberhandwerks prägte eine kleinteilige Handwerker- und Wohnnutzung das Quartier. Um 1900 wurde der Mühlkanal verdohlt. 

In den 1970er-Jahren entstand das  Kaufhaus „Horten“ anstelle des Schlachthauses am westlichen Ende der Ledergasse, was das historische Bild stark veränderte. Die Kaufhausnutzung wurde 2000 aufgegeben, der Gebäudekomplex stand leer und die Ledergasse geriet zunehmend ins Abseits.

Wiederbelebung einer geschichtsträchtigen Hauptachse

Die von Bund und Land geförderte Neuordnung wertet die Ledergasse deutlich auf. Der Bau der Remsgalerie definierte ihren Abschluss im Übergang zum Gamundia-Bereich neu. Das Einkaufszentrum mit ca. 8.000 m² Verkaufs- und Nutzfläche sowie 162 Stellplätzen trägt wesentlich zur Wiederbelebung als Flanier- und Einkaufsmeile bei. 

Die alleeartige Gestaltung und platzähnliche Auszonungen verleihen der Hauptverbindungsachse zwischen westlichem Stadteingang und staufischem Stadtkern Großzügigkeit und eine hohe Aufenthaltsqualität. Ein künstlicher Bachlauf erinnert an den früheren Mühlkanal. Auch der neue zentrale Omnibushalt (ZOH), der die Bushaltestellen am unteren Marktplatz entlastet, belebt die Ledergasse. 

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