Gold und Silber / Altersgenossenplätze

Der Mündungsbereich des Josefsbachs in die Rems ist nicht nur städtebaulich, sondern auch stadthistorisch von großer Bedeutung. Aus der Mündung „Gamundia“ leitet Schwäbisch Gmünd seinen Namen ab. Vor dem Stadtumbau war die Mündung durch Brückenbauwerke der früher hier verlaufenden Bundesstraße 29 komplett verstellt und nicht wahrnehmbar. Die Verlegung der B 29 ermöglichte auch hier eine wegweisende städtebauliche Neuordnung. Dank der geänderten Verkehrsführung konnte der neu gestaltete Mündungsbereich als zentrales Element der Freiraumkonzeption ebenso großzügig wie aufmerksamkeitsstark inszeniert werden. 

Die attraktive bauliche Gestaltung des Mündungsbereichs und die hohe Aufenthaltsqualität am neuen Remsstrand spiegeln die große Bedeutung dieses Ortes wider. Einladende Sitzstufen am neuen Platz machen das Element Wasser hautnah erlebbar. Die Bezeichnung „Altersgenossenplätzle“ verweist auf die einzigartige Tradition der Altersgenossenvereine und deren Jahrgangsfeste in Schwäbisch Gmünd.

„Forum Gold und Silber“ als symbolträchtiger Blickanker

Der Neubau des „Forum Gold und Silber“ markiert als Solitär den Mündungsbereich und die Nahtstelle zwischen historischer Altstadt und westlichem Stadteingang. Die eindrucksvolle Metallhülle changiert zwischen Gold und Silber. Damit erinnert sie an die Bedeutung Schwäbisch Gmünds als Gold- und Silberstadt und an die Tradition des Facettenschliffs bei der Edelsteinverarbeitung. Das Untergeschoss des Kubus öffnet sich zum Platz hin mit einer gastronomischen Nutzung. Dort wurde der noch erhaltene Teil der mittelalterlichen Stadtumwehrung freigelegt und architektonisch eindrucksvoll eingebunden.