Mühlbergle

Das erste förmliche Sanierungsverfahren in Schwäbisch Gmünd wurde 1979 – 2001 im Mühlbergle durchgeführt. Das historisch stark überformte Quartier präsentierte sich als desolater Hinterhof zum Marktplatz. Lagergebäude, kleine, nicht sanierungsfähige ehemalige Handwerkerhäuser, ein Kino und provisorische Parkplätze prägten die Ausgangssituation. 

Für eine durchgreifende Neuordnung waren umfangreiche Ordnungsmaßnahmen mit Grunderwerb, Abbrüchen und Grundstücksneuordnung notwendig. Das Sanierungsverfahren wurde wegen des zum Teil schwierigen Grunderwerbs in mehreren Phasen umsetzt. 

Erfolgreiche Revitalisierung eines Altstadtquartiers

Die Neubebauung im Innenbereich des Quartiers am Mühlbergle basiert auf einem Wettbewerb und umfasst mit Läden, Büros, Innenstadtwohnungen und privater Tiefgarage unterschiedliche Nutzungen. Die öffentlichen Flächen wurden verkehrsberuhigt bzw. in eine Fußgängerzone umgewandelt. 

In den Randbereichen des Quartiers – Marktplatz, Kappelgasse und Kalter Markt – lag der Schwerpunkt auf der erhaltenden Erneuerung. Die überwiegend denkmalgeschützte Gebäudesubstanz wurde saniert; im Einzelfall ersetzten maßstäblich eingepasste Neubauten die nicht erhaltungsfähigen Gebäude. 

Das Mühlbergle ist ein frühes Beispiel für die Revitalisierung eines vom Niedergang bedrohten Altstadtquartiers. Die Architektursprache der Neubebauung leistet einen spannenden, zeitgemäßen Beitrag angesichts der schwierigen Herausforderung, eine größere Baumasse in die gewachsene Altstadtstruktur einzufügen.

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